retail branding berücksichtigt bei seiner Arbeit häufig Grundsätze aus dem Neuromarketing. Neuromarketing ist ein relativ junges, interdisziplinäres Forschungsgebiet, im dem psychologische und neurophysiologische Erkenntnisse für das Marketing interpretiert werden. Ziel von Neuromarketing ist es, die Motive für Kaufentscheidungen zu erforschen und diese letztlich zu beeinflussen. Arndt Traindl gilt als einer der Pioniere dieser innovativen Marketingdisziplin und nutzt sie mit seinem retail branding-Team bei Store Branding-Projekten.
Es gilt heute als gesichert, dass 70 bis 80 % der Kaufentscheidungen unbewusst fallen, der rationale Kunde ist also ein Mythos. Ebenso bewiesen ist, dass diese Kaufentscheidungen - nicht zuletzt direkt am POS - beeinflusst werden können. Die Beeinflussung wird um so treffsicherer, je besser die individuelle Motivstruktur der Zielgruppe (resp. Zielperson) berücksichtigt wird. Das emotionale Bewertungssystem im Gehirn (limbisches System) selektiert und bewertet die eingehenden Reize. Dabei spielen Geschlecht und Alter ebenso eine Rolle wie eben die individuelle Motivstruktur.
Die Motivstruktur ist genetisch vorbestimmt und wird durch die konkrete Lebensgeschichte (kulturelle Prägung und Lernen) individuell ausgeformt. Das Sicherheitsmotiv, das Sozialmotiv, das Alphamotiv (Leistung, Dominanz) und das Entdeckermotiv sind die vier Basismotive. Was für einen Entdecker höchste Lust bedeuten kann, ist im selben Moment für einen Sicherheitsmenschen großer Schmerz. Während ein Alphatier höchst positiv einen Gegner bezwingen kann, leidet der Sozialmensch mit dem Opfer. Diese Unterschiede gilt es bei den gesendeten Botschaften zu berücksichtigen, dadurch kommt es beim Empfänger zu einer deutlich höheren neuronalen Aktivität (und damit zur Kaufbereitschaft).

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